savioz fabrizzi architectes

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logements à la villette, val de bagnes - concours 2ème prix
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Wohnungen in La Villette, Val de Bagnes - Wettbewerb, 2. Preis

 

Bauherrschaft:
Erbengemeinschaft Willy Ferret

Programm:
Wohnungen, Gemeinschaftsbereiche, Umgebungsgestaltung

Datum:
Wettbewerb 2025

Mitarbeit:
Mathieu Sierro

Fachplaner:
Bauingenieure: Alpatec SA

Visualisierungen:
Noue Image

 

Standortanalyse

Das Projekt befindet sich im Herzen des Dorfes, in einem Gebiet, dessen Identität und lokales Leben wesentlich durch die bestehende Bebauung geprägt werden. Die Parzelle weist eine besondere Lage auf: Im Norden wird sie durch die Dorfengasse, den Chemin des Dzardis, begrenzt, im Süden durch die Route de Verbier sowie die Bahnlinie. Dadurch entsteht ein Kontrast zwischen der ruhigen Atmosphäre des Dorfraums und der Dynamik der Verkehrsinfrastrukturen.

Das Grundstück weist ein leichtes Gefälle auf, welches die Anordnung der Gebäude erleichtert und zugleich eine klare Lesbarkeit der Bauvolumen im jeweiligen Kontext ermöglicht. Die umliegenden Bauten sind ländlich und traditionell geprägt. Ihre bescheidenen Gebäudeabmessungen und die Verwendung traditioneller Materialien bilden eine wertvolle Referenz für die Einfügung des neuen Projekts in den Bestand.

Diese Analyse des Ortes bestimmt die architektonische Strategie: Das Projekt sucht den Dialog mit dem Bestehenden und respektiert den Massstab sowie den Rhythmus des Dorfes. Ziel ist eine harmonische Einfügung, welche sowohl die dörfliche Identität als auch die umgebende Landschaft zur Geltung bringt.

 

Städtebauliche Setzung und Volumetrie

Das Projekt orientiert sich entlang der Dorfengasse des Chemin des Dzardis und setzt die bestehende Bebauung unmittelbar fort. Diese Anordnung stärkt den ortstypischen Charakter und führt die Figur des «Strassendorfes» weiter,


 

 

 

 

 

in dem die Architektur den öffentlichen Raum durch eine zurückhaltende und klar lesbare bauliche Präsenz begleitet.

Die Gebäude übernehmen die grundlegende Volumetrie der benachbarten Bauten, um eine kohärente Integration in das bestehende Gefüge zu gewährleisten. Während die beiden bestehenden Häuser unter Beibehaltung ihrer Gebäudeabmessungen neu errichtet werden, entwickelt sich der Neubau über drei Geschosse mit einer Gesamthöhe von 11 Metern, entsprechend den Vorgaben des RCCZ. Diese prägnante, zugleich massvolle Volumetrie ermöglicht einen respektvollen Dialog mit der gebauten Umgebung und vermeidet einen abrupten Bruch mit dem Bestand.

Die städtebauliche Form des Projekts lässt sich aus zwei unterschiedlichen Perspektiven lesen. Zur Gasse hin tragen die Bauvolumen zur Dichte der Strassenfassade und zur dörflichen Identität des Ortes bei. Auf der Gartenseite öffnet sich die Architektur stärker zur Landschaft und schafft eine ruhige Beziehung zur Vegetation und zu den Aussenräumen.

Die Gebäudezugänge erfolgen von der Strasse aus. Dadurch werden die Lesbarkeit des Projekts und seine Verankerung im Dorfleben gestärkt. Gleichzeitig wird die Hierarchie zwischen öffentlichen, gemeinschaftlichen und privaten Bereichen klar definiert.

 

Funktionalität und Organisation des Raumprogramms

Das Projekt erstreckt sich über drei übereinanderliegende Geschosse, über einem Untergeschoss, das dem Parkieren sowie den Technik- und Betriebsräumen gewidmet ist. Die Parkierung ist von der Strasse aus direkt über eine Rampe entlang der östlichen Parzellengrenze zugänglich. Sie bietet einen Parkplatz pro Wohnung; die kompakt dimensionierten Parkfelder entsprechen den VSS-Normen. Diese Anordnung stellt eine einfache und funktionale Antwort auf den Bedarf an privaten Autoabstellplätzen dar. Angesichts der vorhandenen Gemeinschaftsparkplätze und des leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsangebots in der Gemeinde könnte diese Vorgabe jedoch überdacht werden, um die architektonischen und landschaftlichen Qualitäten des Projekts weiter zu stärken.

 

Jedes Geschoss beherbergt eine durchgesteckte Wohnung, die sich von der Gasse bis zum Garten erstreckt und dadurch eine gute natürliche Belichtung und Belüftung ermöglicht. Die Wohnbereiche sind in einer abgewinkelten, versetzten Anordnung organisiert und schaffen eine dynamische Raumabfolge mit unterschiedlichen Orientierungen. Die Wohnungsterrassen sind zur Strassenseite hin angeordnet und stärken damit den dörflichen Charakter.

Die Eingänge und Treppen befinden sich in unmittelbarer Nähe der Terrassen und knüpfen an die in La Villette vorgefundenen Typologien dörflicher Wohnhäuser an. Das Gebäude ist mit einem Aufzug ausgestattet und vollständig hindernisfrei erschlossen. Dieser gewährleistet eine direkte Verbindung zwischen dem Untergeschoss und den Wohnungen.

Diese Organisation schafft eine klare Hierarchie der Räume, gewährleistet einen hohen Wohnkomfort und fördert einen harmonischen Dialog zwischen dem Massstab des Dorfes und der Qualität der angebotenen Wohnungen.

 

Architektonischer Ausdruck und Materialität

Die Materialisierung des Gebäudes ist eine unmittelbare Antwort auf die konstruktiven, gestalterischen und ökologischen Anforderungen des Projekts. Die Materialien werden zurückhaltend eingesetzt und jeweils dort verwendet, wo ihre technischen, konstruktiven und gestalterischen Eigenschaften optimal zur Geltung kommen.

Die Gebäudehülle ist als vorgefertigte Holzkonstruktion konzipiert und mit einheimischem Fichtenholz sowie verleimungsfrei verarbeitetem, vierkantig zugerichtetem Holz verkleidet. Die Konzeption dieser Gebäudehülle stellt eine zentrale Herausforderung des Projekts dar, insbesondere angesichts der hohen heutigen Anforderungen an die Energieeffizienz, den thermischen Komfort und die Qualität der Innenraumatmosphäre.

Besonderes Augenmerk gilt der Fassadenqualität als wesentliches Element des architektonischen Ausdrucks. Die Vorfertigung der Fassadenelemente gewährleistet eine schnelle und präzise Montage und ermöglicht zugleich die Integration leistungsfähiger Dämmungen mit geringer grauer Energie. Dazu werden unter anderem recycelte Dämmstoffe aus wiederverwerteten Materialien eingesetzt. Die technischen Eigenschaften der Fassade werden durch eine sorgfältig ausgearbeitete Fassadengliederung ergänzt, welche die architektonischen und konstruktiven Absichten sichtbar zum Ausdruck bringt.


 

 

 

Wohnungen in La Villette, Val de Bagnes – Wettbewerb, 2. Preis

Das Projekt befindet sich im Herzen des Dorfes, in einem Gebiet, dessen Identität und lokales Leben wesentlich durch die bestehende Bebauung geprägt werden. Die Parzelle weist eine besondere Lage auf: Im Norden wird sie durch die Dorfengasse, den Chemin des Dzardis, begrenzt, im Süden durch die Route de Verbier sowie die Bahnlinie. Dadurch entsteht ein Kontrast zwischen der ruhigen Atmosphäre des Dorfraums und der Dynamik der Verkehrsinfrastrukturen.
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